Jury und Mentoren
zsűritagCsáki Csaba
Techniklehrer – Maler-, Lackierer- und Tapezierermeister – Malermeister mit Goldenem Kranz – Vizepräsident der SZMTOI
Csáki Csaba ist Malermeister mit Goldenem Kranz und ein engagierter Praktiker und Ausbilder im Maler-, Lackierer- und Tapeziererhandwerk. Neben der Meisterprüfung erwarb er an der Technischen Universität Budapest ein Diplom als Fachlehrer und arbeitet seit Jahrzehnten daran, die Traditionen des Handwerks mit den modernsten internationalen Trends zu verbinden.
Familienerbe und eigener Betrieb
Seine Hingabe an den Beruf hat tiefe familiäre Wurzeln: Das Handwerk wird in seiner Familie seit Generationen weitergegeben. Auch sein Vater war als Malerausbilder tätig, und den Nachwuchs im Handwerk führt bereits sein Sohn weiter. Seinen eigenen Betrieb leitet er seit 1997 und kennt daher alle Ebenen des Handwerks aus erster Hand – von der täglichen Ausführung bis zur Meisterprüfung.
Herausragende Arbeiten
- Pfarrei St. Gellért in Budapest – Marmorierung von 42 Säulen
- Hotelkette Danubius – Maler- und Tapezierarbeiten in 9 Hotels über 20 Jahre
- Trauungssaal am Bakáts tér – Dekorationsmalerei
- Restaurant Gundel – Anstrich, Tapezierung, Vergoldung
Nachwuchsförderung auf internationalem Niveau
Im Laufe seiner Karriere wurden die Talentförderung und die systematische Erneuerung der Berufsausbildung zu seiner Hauptaufgabe. Seit 2011 ist er offizieller Experte im Programm WorldSkills Hungary der Ungarischen Industrie- und Handelskammer (MKIK). Mit maßgeblicher fachlicher Unterstützung der PPG Trilak Kft. – Trilak Malerakademie – bereitet er junge ungarische Talente auf die Berufsweltmeisterschaften und Berufseuropameisterschaften WorldSkills und EuroSkills vor. Die unter seiner Leitung vorbereiteten Teilnehmer mehren mit Podestplätzen und Exzellenzmedaillen regelmäßig auch international das Ansehen des ungarischen Malerhandwerks.
Nachwuchs und Prüfungswesen in Ungarn
Auch in der Nachwuchsförderung und im Prüfungswesen in Ungarn übernimmt er eine aktive Rolle: Er ist ständiger Wettbewerbsverantwortlicher der Finalrunden des Wettbewerbs „Bester Auszubildender des Berufs“ (SZKTV) und Leiter der Bewertungskommission und hat damit direkten Einfluss auf die Qualität der praktischen Prüfungsaufgaben und Anforderungen. Besonders am Herzen liegen ihm die würdige Pflege der Geschichte und Traditionen des Handwerks, der Ausbau der Partnerschaften zwischen ungarischen Schulen und Marktakteuren sowie die breite Öffnung des Handwerks zur Welt.
Auszeichnung
In Anerkennung seiner Arbeit erhielt er 2023 den Prima-Preis.
zsűritagHorváth József
Malermeister – Leiter der PPG Trilak Malerakademie
Horváth József begann seine Laufbahn 1990 als Maler und gibt heute als Leiter der PPG Trilak Malerakademie sein Wissen weiter. Er arbeitet in einem Bereich, in dem praktische Erfahrung und neueste technologische Innovationen zugleich gefragt sind.
Beruflicher Werdegang
Seine Hingabe an das Handwerk bewies er früh: 1998 legte er die Meisterprüfung ab, Ende 1999 kam er zum Team von PPG Trilak. In den ersten Jahren unterstützte er den Vertrieb, ab 2010 wurden – aufbauend auf seinem technischen Wissen – Firmenschulungen, Fachkurse, Wettbewerbsvorbereitung und Produktentwicklung zu seinen Hauptaufgaben. Sein Wissen gibt er an Malerfachleute, Wiederverkäufer, Partner, Schüler und Lehrkräfte in Online- und Präsenzschulungen weiter, in deren Mittelpunkt moderner Materialeinsatz, technologischer Fortschritt und hochwertige Ausführung stehen.
Wettbewerbe und internationale fachliche Erfolge
Fachwettbewerbe haben in seiner Laufbahn einen besonderen Stellenwert. Die Auswahl und Vorbereitung für den ersten Malerwettbewerb bei den WorldSkills 2011 und der Weg von dort bis zur ersten Exzellenzmedaille bei den EuroSkills 2012 waren ein prägendes fachliches Erlebnis. Seitdem ist jeder junge Mensch, der bei einem internationalen Berufswettbewerb antritt, unabhängig von der Platzierung Motivation und Inspiration für ihn. Wie er es formuliert: Wir hüten die Flamme der Wettbewerbe – mit unserem Wissen, unserer Erfahrung und gegenseitiger Unterstützung tragen wir sie weiter und geben den fachlichen, branchenbezogenen und wirtschaftlichen Akteuren ein Beispiel.
zsűritagKovács László
Malermeister – Meisterpädagoge – Vizepräsident der SZMTOI
Kovács László Zoltán lebt und arbeitet in Kecskemét. Seit zwanzig Jahren unterrichtet er als Meisterpädagoge – von der Berufsschulausbildung bis hin zur Meisterausbildung – und führt zugleich seit mehr als 12 Jahren erfolgreich seinen eigenen Betrieb.
Ausbildung und fachliches Engagement
Er ist Vorstandsmitglied der Industrie- und Handelskammer des Komitats Bács-Kiskun sowie Mitglied des Branchenkompetenzrats Bauwesen. Als Kammersachverständiger wirkte er auch an der Ausarbeitung landesweiter beruflicher Anforderungssysteme und Prüfungsaufgaben mit. Seit mehr als 15 Jahren engagiert er sich als Obermeister und stellvertretender Obermeister in der Innungsarbeit und trug aktiv zu dem Prozess bei, durch den das Handwerk wieder zu einer an einen Befähigungsnachweis gebundenen Tätigkeit wurde.
Wettbewerb und Bewertung
Auch im Bereich Wettbewerb und Bewertung verfügt er über fundierte Erfahrung: Mehrere Jahre lang bewertete er als Jurymitglied des Wettbewerbs „Bester Auszubildender des Berufs“ die Arbeiten der Meister von morgen, und auch die bei Meisterprüfungen entstandenen Meisterstücke beurteilt er regelmäßig mit fachkundigem Blick.
zsűritagUjvárosi Ildikó
Malermeisterin – zweifache Preisträgerin beim Maler des Jahres 2025
Ujvárosi Ildikó startete mit einem Diplom als Bauingenieurin und Erfahrung als Projektleiterin in einem multinationalen Umfeld in ihre Laufbahn; heute arbeitet sie als Malermeisterin – als erste Malermeisterin Ungarns. Fachliche Anerkennung ist für sie kein Titel, sondern Verantwortung. Beim Wettbewerb Maler des Jahres 2025 belegte sie in der Kategorie Fassadenanstrich den ersten und in der Kategorie Dekorationsmalerei den zweiten Platz.
Von der Ingenieurin zur Meisterin
Systemisches Denken, Konsequenz in der Qualität und verantwortungsvolle Entscheidungen wurden bereits in ihren Jahren als Ingenieurin und Projektleiterin zur Grundlage ihrer Arbeit. Ihre Leidenschaft für die Ausführung führte sie zur praktischen Seite des Handwerks: Sie bildete sich zur Malerin weiter und vertiefte sich dabei in die Welt der Dekorationstechniken und speziellen Oberflächengestaltungen. Ihr durch die Fliesenlegermeisterprüfung gefestigtes Wissen ermöglicht es ihr, eigenständig komplette Badsanierungen, individuelle Dekorwände innen und außen, Mikrozement und andere fugenlose Beläge, Möbel- und Oberflächenbeschichtungen sowie Terrassen- und Innenbodenlösungen umzusetzen.
Arbeitsweise
Die Ästhetik einer Oberfläche beruht bei ihr immer auf technischer Fundierung: Schichtaufbau, Materialverträglichkeit und langfristige Haltbarkeit haben Vorrang. In ihrem Familienbetrieb planen und realisieren sie und ihr Mann gemeinsam Innenumbauten – vom Konzept bis zur Umsetzung.
Wettbewerbsergebnisse
- Maler des Jahres 2025 – Kategorie Fassadenanstrich: 1. Platz
- Maler des Jahres 2025 – Kategorie Dekorationsmalerei: 2. Platz
zsűritagKondor Valter
Malerunternehmer – zweifacher Maler des Jahres in der Kategorie Oberflächengestaltung innen
Kondor Valter hat vor sechs Jahren seinen eigenen Betrieb bei null gestartet. Beim Wettbewerb Maler des Jahres gewann er den Titel zweimal – 2024 und 2025 – in der Kategorie Oberflächengestaltung innen und wurde als Titelverteidiger Mitglied der Fachjury.
Beruflicher Werdegang
Seinen Betrieb hat er vor sechs Jahren von null aufgebaut. Nach eigenen Worten war es eine der schwersten Phasen seines Lebens, körperlich wie seelisch: Viele Entbehrungen, ständiges Lernen und Weiterentwicklung begleiteten diesen Weg, Tag für Tag. Das Handwerk hat er von seinem Vater gelernt – und lernt es bis heute von ihm. Beim Wettbewerb Maler des Jahres gewann er den Titel 2024 erstmals in der Kategorie Oberflächengestaltung innen und verteidigte ihn 2025 in derselben Kategorie.
Über den Wettbewerb
Zwei aufeinanderfolgende Siege in derselben Kategorie gehen nicht auf eine einzelne glückliche Arbeit zurück: Sie zeigen, dass die Qualität verlässlich ist und Jahr für Jahr dieselbe Vorbereitung und derselbe Anspruch dahinterstehen. Da er selbst von der Teilnehmerseite kommt, weiß er genau, was es heißt, eine Wettbewerbsarbeit zusammenzustellen und dem Fachgremium vorzulegen – diese Erfahrung bringt er an den Jurytisch mit.
In der Jury
Er empfindet es als besondere Ehre, von der Seite der Preisträger an den Jurytisch wechseln zu dürfen und nun selbst an der Bewertung der Besten des Handwerks mitzuwirken.
Wettbewerbsergebnisse
- Maler des Jahres 2025 – Kategorie Oberflächengestaltung innen: 1. Platz
- Maler des Jahres 2024 – Kategorie Oberflächengestaltung innen: 1. Platz
mentorPosztós Károly
Fachausbilder – Vorstandsmitglied der SZMTOI
Posztós Károly sieht seine Berufung darin, an der Berufsschule in Karcag künftige Malergenerationen auszubilden. Sein Engagement hat familiäre Wurzeln: Als seinen ersten Meister betrachtet er seinen Vater, der ihn schon in jungen Jahren in die Welt des Bauwesens einführte. Das Handwerk ist für ihn keine Station – sondern sein Leben. Beim Wettbewerb Maler des Jahres unterstützt er die Teilnehmer als Mentor.
Lehrtätigkeit
Nach fünf Jahren als Grundschullehrer kehrte er in die Berufsausbildung zurück, wo er bis heute aktiv an Prüfungen, der Kontrolle von Ausbildungsstätten und der Begutachtung von Fachbüchern mitwirkt. Als Ausbilder vermittelt er nicht nur Wissen, sondern auch Haltung, fachliches Selbstbewusstsein und Verantwortung.
Innovation in der Praxis
Als Entwickler des digitalen Lernsystems SZOBAFESTŐ TANANYAG stellt er seinen Kolleginnen und Kollegen zeitgemäße, kostenlos zugängliche Lehrmaterialien zur Verfügung. Damit unterrichtet er nicht nur – er fördert auch landesweit die methodische Erneuerung.
Gemeinschaftsstiftende Kraft
Seit August 2023 ist er Vorstandsmitglied der ungarischen Landesinnung der Maler, Lackierer und Tapezierer (SZMTOI). Sein Ziel ist es, die Verbindungen zwischen den Schulen und der Malerinnung zu stärken und das digitale Lehrmaterial fortlaufend weiterzuentwickeln. Besonders wichtig ist ihm Chancengleichheit: Er setzt sich dafür ein, dass jeder Auszubildende – auch in Teilqualifizierungen – einen echten Entwicklungsweg hat.
Als Mentor an der Seite der Teilnehmer
Beim Wettbewerb Maler des Jahres steht er den Teilnehmern als Mentor zur Verfügung: Er hilft ihnen bei der Erstellung ihrer Wettbewerbsunterlagen – von der Wahl der Kategorie bis zur Zusammenstellung der einzureichenden Arbeit. Wer zum ersten Mal am Wettbewerb teilnimmt, kann sich mit seinen Fragen gern an ihn wenden.